Gewächshäuser für Kakteen – Darauf sollten Sie achten

Gewächshäuser helfen bei der Aufzucht

Das Vorhandensein eines Gewächshauses bieten Ihnen die Gelegenheit, sich das ganze Jahr über an Ihren Kakteen zu erfreuen, ohne dass ein witterungsbedingtes Umräumen Ihrer exotischen Lieblinge erforderlich ist. Ein mittlerweile umfangreiches Angebot an unterschiedlichen Materialien und Ausstattungen macht es möglich, auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen einzugehen und optimale Bedingungen für deren Wachstum zu schaffen.

Lage des Gewächshauses

Je nachdem, wieviel Platz Ihnen zur Verfügung steht, ist ein Anlehngewächshaus oder ein freistehendes Gewächshaus denkbar. Die natürliche Lichtausbeute ist bei Letzterem am größten, wohingegen ein längsseitig an ein Gebäude gelehntes Gewächshaus am wenigsten Licht erhält. Bei einem Gewächshaus, welches mit der Stirnseite an einer südlichen, hell gestrichenen Hauswand lehnt, kann auch von einem ausreichenden Lichteinfall für die meisten Kakteenarten ausgegangen werden. Während der für die wärmeliebenden Pflanzen bedeutsame Lichtaspekt für die freistehende Variante spricht, bestehen die Vorteile bei dem Anlehngewächshaus in einem besseren Witterungsschutz sowie einem geringeren Energieverbrauch.

Möchten Sie ein freistehendes Gewächshaus errichten, ist eine längsseitige Ausrichtung in Ost-West-Richtung sinnvoll, da die Lichtausbeute im Frühjahr und Winter über die Seitenwände am größten ist, während im Sommer das meiste Licht ohnehin über die Dächer einfällt. Größere Bäume in unmittelbarer Umgebung sollten aufgrund eines zu großen Schattenwurfes und einer möglichen Beschädigung des Gewächshauses nicht vorhanden sein. Die Lage am Fuße eines Hanges gilt es zu vermeiden, da es einer zusätzlichen Heizenergie bedarf, um die hangbedingte niedrige Umgebungstemperatur in den Wintermonaten auszugleichen.

Falls Sie erst vor kurzem die Freude an Kakteen entdeckt haben oder kein eigener Garten vorhanden ist, können Sie Ihre exotischen Schützlinge in einem Zimmergewächshaus kultivieren. Eine entsprechende Ausstattung, bestehend aus künstlicher Beleuchtung, Unterwärmeheizung sowie Vorrichtungen zur Kontrolle von Luftfeuchtigkeit und Belüftung, vorausgesetzt, fröhnen Sie Ihrer neuen Leidenschaft ganzjährig auch auf engstem Raum.

Größe und Konstruktion

Die angebotene Vielfalt an Gewächshäusern macht die Entscheidung nicht ganz einfach. Zugrunde liegen sollten hier Überlegungen zum zur Verfügung stehenden Platz im Garten, möglichen baurechtlichen Vorgaben sowie zur langfristigen Finanzierbarkeit des Vorhabens. Zudem gilt es zu bedenken, wieviele Kakteen kultiviert werden sollen, welche Größe die Pflanzen erreichen und wieviel Pflegeaufwand mit ihnen verbunden ist. Eine stabile Bauweise erkennen Sie anhand eines Siegels für Geprüfte Sicherheit. Die tragende Konstruktion besteht in der Regel aus Stahl oder Leichtmetall. Statt eines betonierten Fundaments kann man eine temporäre Variante wählen, bei der das Aluminium-Fundament ins Erdreich gelegt und mit entsprechenden Erdankern fixiert wird. Eine leichte Verarbeitung, hohe Belastbarkeit und lange Lebensdauer spricht für die Verwendung von Hohlkammerplatten aus Polycarbonat. Diese weisen eine hohe Isoliereigenschaft auf und besitzen eine eher milchige Oberfläche, sodass kein Abschatten notwendig ist. Beim Einscheibensicherheitsglas ist die Lichtdurchlässigkeit hingegen hoch, sodass im Fall einer Kultivierung von Hochgebirgskakteen gegebenenfalls Schattierungsgewebe erforderlich sind, welche die Pflanzen vor starker Sonneneinstrahlung schützen. Bei der Wahl des Eindeck-Materials sollten Sie auch den Pflege- und Reinigungsaufwand berücksichtigen, welcher bei den Hohlkammerplatten intensiver ist.

Heizung

In den Wintermonaten reicht die Sonnenstrahlung nicht aus, sodass zusätzlich geheizt werden muss. Die Wahl der Heizmethode können Sie von der Größe des Gewächshauses abhängig machen. Bei kleineren Gewächshäusern ist eine Petroleumheizung zu empfehlen. Diese Überwinterungshilfe erfordert keine aufwändige Installation. In Verbindung mit einem Frostwächter lässt sich die Temperatur überwachen und bei Unterschreitung einer bestimmten Temperatur wird die Petroleumheizung automatisch eingeschaltet. Eine umweltfreundliche Variante kann die elektrische Gewächshausheizung darstellen, wozu allerdings ein Anschluss notwendig wird. Bei der Gasheizung kommt eine Propangasflasche zum Einsatz oder es wird der vorhandene Hausgasanschluss genutzt. Entscheiden Sie sich für die Petroleum- oder Gasheizung, gilt es regelmäßig zu prüfen, ob die Propangasflasche oder der Petroleumtank ausgewechselt beziehungsweise aufgefüllt werden muss. Das bei der Verbrennung von Propangas entstehende Wasser kann mithilfe eines elektrischen Luftentfeuchters gebunden werden.

Lüftung

Heizung

Zur Vorbeugung eines Wärmestaus sowie eines Pilzbefalls ist darauf zu achten, dass Ihr Gewächshaus über ausreichend Möglichkeiten zur Belüftung verfügt. Diesbezüglich kann man sich an zwei Richtwerten orientieren. So sollte die Belüftungsfläche aller Seiten- und Dachfenster mindestens 10 % der Gesamtglasfläche des Gewächshauses oder mindestens 20 % der Grundfläche des Gewächshauses betragen. Im Einzelfall gilt es festzustellen, welcher Richtwert die größere Fläche ergibt und diesem anschließend zu folgen. Die Türfläche wird hierbei nicht als Belüftungsfläche gezählt. Um ein optimales Verhältnis von einströmender und ausströmender Luft zu gewährleisten, sollten die Dach- und Seitenfenster in etwa gleich groß sein und sich gegenüberliegen. Durch den Kamineffekt kommt es zu einem kontinuierlichen Luftstrom, indem die warme Luft nach oben steigt und über die Dachfenster entweicht, während kühlere Luft über die Seitenfenster nachströmt. Die Ausrichtung des Dachfensters erfolgt idealerweise zur Sonnenseite, während sich das Seitenfenster an der Schattenseite befindet. Ein solar- oder strombetriebener Luftumwälzer ermöglicht eine Luftbewegung auch im Winter, wenn die Fenster geschlossen sind.

Quellenverzeichnis:

Tipps zum Kaufen eines Gewächshauses

Diskussion über die Anschaffung

 

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Wie züchtet man Kakteen?

Kakteen züchen

Auch für Ungeübte kein Problem: Kakteen züchten

riesiger kaktusSie bewundern sicher die riesigen Kakteen, die ihnen in manchen Gewächshäusern in den städtischen Parks oder in Wildwest Filmen begegnen. Ob sie auch solche prächtigen Pflanzen hochziehen können? Mit hoher Wahrscheinlichkeit, ja!

Das Gute ist, dass Sie Kakteen, anders als zum Beispiel die recht wertvollen Bonsai oder Orchideen, für relativ kleines Geld erhalten können. Damit ist es sehr risikoarm, sich einmal als Kakteenzüchter zu versuchen. Fangen Sie am besten mit einer beliebten und bekannten Sorte an, wie der Opuntie oder der Mamillaria. Die Opuntie lässt sich ganz einfach aus einem einzigen „Ohr“ züchten, und das kann sehr viel Spaß machen. Vielleicht schenkt Ihnen jemand ein solches Ohr. Selbst wenn dieses Ohr schon etwas nach dem Abbrechen herum gelegen hat, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Wurzeln austreiben. Was Sie im Allgemeinen bei Kakteen benötigen, ist Geduld. Wenn solch ein Opuntienblatt in eine spezielle Kakteenerde gesteckt wird, braucht es schon einige Monate, bis es anfängt, weitere Blätter zu produzieren. Dann kann aber auch ein wahrer Wachstumsschub erfolgen, und es entsteht schnell ein stolzes, größeres Gebilde.

Geduld, sandige Erde und viel Licht und Sonne

 

Was eigentlich ganz logisch ist, sollte dennoch betont werden: Kakteen lieben und brauchen Sonne. Wenn Sie also eine Wohnung mit Ausrichtung Richtung Norden haben, kann es sein, dass ein Kaktus sich dort gar nicht wohl fühlt. Dennoch können Sie ihm einen Platz auf der Fensterbank geben, es könnte das Licht dort eventuell noch reichen. Auch der Usus, Kakteen als Deko im hinteren Teil des Raums in Regale zu verbannen, wird sich schnell als Quälerei für die Pflanzen erweisen. Die Pflanzen bekommen braune Stellen oder knicken in sich ein. Denken Sie immer an deren Heimat, Mexiko, dann ist das Problem, was die Sonne geht, eigentlich keins. Das heißt, positiv ausgedrückt, dass Ihre Kakteen es gut auf einer „Sonnenbank“ aushalten können, dort, wo andere Pflanzen im Sommer sehr leicht schlapp machen.

Mehr über die Heimat der Kakteen lesen? – Wikipedia über Kakteen

Ein Wort zum Wässern

 

GießkanneKakteen sind genügsam. auch das hat wieder mit ihrer Heimat zu tun. Von daher sind diese Pflanzen auch perfekt, wenn Sie viel unterwegs sind und auch schon einmal das Gießen nicht so ernst nehmen. Auch eine ganze Woche ohne Wasser stecken die Kakteen locker weg, denn sie haben in ihren Blättern kleine Reservoire, in denen die Flüssigkeit lange Zeit gespeichert wird. Wenn also Ihr Kaktus in trockener Erde steht, kaum Wasser zu sehen bekommt, ist er im Grunde genau in seinem Element. Wenn sich das jetzt paradiesisch anhört, sollten Sie ruhig ins Kakteenzüchten einsteigen. Schaffen Sie sich flache Schalen aus Keramik an und setzen Sie lauter kleine Kakteen hinein. Dies kann auch sehr kreative Züge annehmen. Schaffen Sie „Landschaften“ mit Ästen oder Muscheln dazwischen. Noch eine Bemerkung zum Balkon- oder Terrassenleben: Da unsere Sommer ja häufig recht feucht sind, sollten Sie die Kakteen lieber nicht nach draußen stellen, weil sie leicht faulen könnten.

Ein kleines Wunder: Der Kaktus blüht!

 

Das grundsätzlich Genügsame, etwas Karge dieser Pflanzenart macht sie zu Pflanzen, die nicht unbedingt wegen ihrer bunten Blüten gehalten werden. Sie freuen sich vermutlich eher über ihre kugelrunde Form oder das „steinartige“ Aussehen. Aber wenn, in manchen Fällen nur alle paar Jahre, eine Blüte erscheint, hat das etwas von einem Wunder. Das ist dann so, als wäre in der Wüste plötzlich eine Oase entstanden. Wie gesagt, Kakteen sind etwas für Menschen mit Geduld, mit einem langen Atem. Wenn am Ende eine gelbe oder rote zarte Blüte am oberen Rand eines Blatts erscheint, ist das der Beweis dafür, dass sich die Geduld gelohnt hat. Aber auch ohne Blüten bringen diese problemlosen Pflanzen mit ihren teilweise bizarren Formen sehr viel Freude.

Diese Kateenarten lassen sich im Gewächshaus anfplanzen

Die meist aus südlicheren Regionen stammenden Kakteen faszinieren die Menschen bereits sehr lange. Besonders die Angepasstheit dieser Pflanzen an die langanhaltende Trockenheit, sowie örtliche Bedingungen wirken bei diesen sehr beeindruckend. Jeder einzelne Kaktus hat sich mittlerweile auf seine besondere Art angepasst. Dabei bieten Kakteen nicht nur ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Pflanzen selbst in sehr warmen und trockenen Regionen wachsen können, sondern viele von ihnen bilden auch Blüten und Früchte, wie z.B. der Feigenkaktus. Die Kakteen lassen sich selbst bei uns im Garten und in den Gewächsäusern gut anpflanzen. Kakteen verschaffen ein einzelartiges Ambiente und verleihen überall ein Wohlgefühl. Vor dem Kauf der jeweiligen Kakteensorte muss man jedoch erst mal prüfen, welche Arten für die Standortmöglichkeiten, die man selbst zur Verfügung hat, am besten geeignet sind.

Die Auswahl der Kakteen hängt vom jeweiligen Standort ab

Die wichtigste Voraussetzung dafür, Kakteen zu züchten, stellt die Möglichkeit dar, diese mit ausreichend Licht zu versorgen. Steht solch eine Möglichkeit nicht zur Verfügung, sollte man am besten gar nicht darüber nachdenken, sich einen Kaktus zu beschaffen. Denn zumindest ein Minimum an Sonnenlicht muss schon vorhanden sein.
Wenn es um die jeweiligen Standortmöglichkeiten geht, so können an Nord- und Nordostfenstern ausschließlich Weihnachts- und Osterkakteen in Frage kommen. Zahlreiche grüne Kakteen fühlen sich an einem Ost- und Westfenster sehr wohl. Solche Kakteenarten sind in ihrer Heimat meist den ganzen Tag über der Sonne ausgesetzt. Unter diesen sind die Gattungen Notocactus, Mammillaria, Phyllocactus, Gymnocalycium, Cleistocactus und Cereus besonders beliebt. Ein Süd- oder Südwestfenster ist ebenfalls nicht für alle Kakteen geeignet. Denn die einseitig hohe Sommersonne wird nicht unbedingt von allen Arten gut vertragen, es sei denn, es besteht im Sommer eine Beschattungsmöglichkeit. Unter den verschiedenen Kakteenarten mögen die weißen Kakteen am meisten die Hitze. Dazu zählen Gattungen wie Astrophytum, Opuntia und Echinocereus. Kakteen mit bunter und starker Bedornung wie Ferocactus und Thelocactus mögen ebenfalls die Hitze. Auf einem Standort im Freien, der vor Regen geschützt ist, fühlen sich Gattungen wie Rebutia, Lobivia und Echinopsis sehr wohl. Die beste Standortmöglichkeit jedoch, von der sicherlich jeder Kakteenliebhaber regelrecht träumt, stellt ein Gewächshaus dar.

Kakteenarten im Gewächshaus

Kakteenarten im GewächshausEs gibt eigentlich keine Kakteenart, die in einem Gewächshaus nicht kultiviert werden kann. Denn ein Gewächshaus bietet die Möglichkeit, die natürlichen Bedingungen der jeweiligen Kakteenarten optimal zu steuern. Selbst schwierige Kakteenarten können in einem Gewächshaus optimal gedeihen. Dafür muss es sich jedoch um ein beheizbares Gewächshaus handeln.
Die Wintermonate stellen für die Kakteen die Ruhezeit dar. Hier ist es eigentlich nur wichtig, die Kakteen auf einem Platz aufzubewahren, auf dem sich die Temperaturen zwischen 2 und 15 Grad bewegen. Es kann sich dabei sowohl um das Treppenhaus, als auch um den Keller oder sonstige unbeheizte Zimmer handeln. Die Kakteen können selbstverständlich den Winter über im Gewächshaus verbringen. Die einzige Voraussetzung hierfür ist, dass das Gewächshaus frostfrei ist und sich die Innentemperatur im erwähnten Bereich bewegt. Durch ein Gewächshaus entfällt das jährliche Ausräumen und erneute Einräumen der Kakteen.

Die Auswahl der Kakteenarten für das Gewächshaus

Zwar ist es theoretisch möglich, alle Kakteenarten im Gewächshaus zu kultivieren. Doch auch hier müssen einige Sachen beachtet werden. Im Gewächshaus sind nämlich einige Grunddaten des Klimas bereits vorgegeben und können vom Besitzer nicht beeinflusst oder verändert werden. Diese hängen von der Gewächshauslage ab und sollten vor dem Kauf der Kakteen unbedingt beachtet werden. Befindet sich das Gewächshaus in einer warmer Region mit viel Sonne, ist dieses für diejenigen Kakteenarten besonders gut geeignet, die Wärme und Sonne besonders lieben. Zu diesen gehören Discocacteen, Melocacteen, weiße Mammilliarien und Astrophyten. Hochgebrigskakteen würden sich in solch einem Gewächshaus jedoch nicht besonders gut fühlen und dementsprechend auch nicht gut gedeihen. Zu diesen gehören Gattungen wie Rebutien, Lobivien und Sulcorebutien. Für diese ist jedoch ein Gewächshaus mit Schattierung und einer besonders guten Belüftung hervorragend geeignet. Grüne Mammilliarien, Notocacteen, Gymnocalycien und Parodien gedeihen in Gewächshäusern mit kleiner Schattierung (durch ein Haus oder einen Baum) sehr gut, welche während den heißen Mittagsstunden vor zu starker Sonne schützt. Ein stark durch Häuser und Bäume schattiertes Gewächshaus kann mit epiphytischen Kakteen bepflanzt werden.