Kakteen züchen

Wie züchtet man Kakteen?

Auch für Ungeübte kein Problem: Kakteen züchten

riesiger kaktusSie bewundern sicher die riesigen Kakteen, die ihnen in manchen Gewächshäusern in den städtischen Parks oder in Wildwest Filmen begegnen. Ob sie auch solche prächtigen Pflanzen hochziehen können? Mit hoher Wahrscheinlichkeit, ja!

Das Gute ist, dass Sie Kakteen, anders als zum Beispiel die recht wertvollen Bonsai oder Orchideen, für relativ kleines Geld erhalten können. Damit ist es sehr risikoarm, sich einmal als Kakteenzüchter zu versuchen. Fangen Sie am besten mit einer beliebten und bekannten Sorte an, wie der Opuntie oder der Mamillaria. Die Opuntie lässt sich ganz einfach aus einem einzigen „Ohr“ züchten, und das kann sehr viel Spaß machen. Vielleicht schenkt Ihnen jemand ein solches Ohr. Selbst wenn dieses Ohr schon etwas nach dem Abbrechen herum gelegen hat, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Wurzeln austreiben. Was Sie im Allgemeinen bei Kakteen benötigen, ist Geduld. Wenn solch ein Opuntienblatt in eine spezielle Kakteenerde gesteckt wird, braucht es schon einige Monate, bis es anfängt, weitere Blätter zu produzieren. Dann kann aber auch ein wahrer Wachstumsschub erfolgen, und es entsteht schnell ein stolzes, größeres Gebilde.

Geduld, sandige Erde und viel Licht und Sonne

 

Was eigentlich ganz logisch ist, sollte dennoch betont werden: Kakteen lieben und brauchen Sonne. Wenn Sie also eine Wohnung mit Ausrichtung Richtung Norden haben, kann es sein, dass ein Kaktus sich dort gar nicht wohl fühlt. Dennoch können Sie ihm einen Platz auf der Fensterbank geben, es könnte das Licht dort eventuell noch reichen. Auch der Usus, Kakteen als Deko im hinteren Teil des Raums in Regale zu verbannen, wird sich schnell als Quälerei für die Pflanzen erweisen. Die Pflanzen bekommen braune Stellen oder knicken in sich ein. Denken Sie immer an deren Heimat, Mexiko, dann ist das Problem, was die Sonne geht, eigentlich keins. Das heißt, positiv ausgedrückt, dass Ihre Kakteen es gut auf einer „Sonnenbank“ aushalten können, dort, wo andere Pflanzen im Sommer sehr leicht schlapp machen.

Mehr über die Heimat der Kakteen lesen? – Wikipedia über Kakteen

Ein Wort zum Wässern

 

GießkanneKakteen sind genügsam. auch das hat wieder mit ihrer Heimat zu tun. Von daher sind diese Pflanzen auch perfekt, wenn Sie viel unterwegs sind und auch schon einmal das Gießen nicht so ernst nehmen. Auch eine ganze Woche ohne Wasser stecken die Kakteen locker weg, denn sie haben in ihren Blättern kleine Reservoire, in denen die Flüssigkeit lange Zeit gespeichert wird. Wenn also Ihr Kaktus in trockener Erde steht, kaum Wasser zu sehen bekommt, ist er im Grunde genau in seinem Element. Wenn sich das jetzt paradiesisch anhört, sollten Sie ruhig ins Kakteenzüchten einsteigen. Schaffen Sie sich flache Schalen aus Keramik an und setzen Sie lauter kleine Kakteen hinein. Dies kann auch sehr kreative Züge annehmen. Schaffen Sie „Landschaften“ mit Ästen oder Muscheln dazwischen. Noch eine Bemerkung zum Balkon- oder Terrassenleben: Da unsere Sommer ja häufig recht feucht sind, sollten Sie die Kakteen lieber nicht nach draußen stellen, weil sie leicht faulen könnten.

Ein kleines Wunder: Der Kaktus blüht!

 

Das grundsätzlich Genügsame, etwas Karge dieser Pflanzenart macht sie zu Pflanzen, die nicht unbedingt wegen ihrer bunten Blüten gehalten werden. Sie freuen sich vermutlich eher über ihre kugelrunde Form oder das „steinartige“ Aussehen. Aber wenn, in manchen Fällen nur alle paar Jahre, eine Blüte erscheint, hat das etwas von einem Wunder. Das ist dann so, als wäre in der Wüste plötzlich eine Oase entstanden. Wie gesagt, Kakteen sind etwas für Menschen mit Geduld, mit einem langen Atem. Wenn am Ende eine gelbe oder rote zarte Blüte am oberen Rand eines Blatts erscheint, ist das der Beweis dafür, dass sich die Geduld gelohnt hat. Aber auch ohne Blüten bringen diese problemlosen Pflanzen mit ihren teilweise bizarren Formen sehr viel Freude.

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